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Neue Chefkette für den St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf: Jury zeichnet Entwürfe junger Gold- und Silberschmiede aus

Im Düsseldorfer Rathaus sind am 16. Januar 2026 die Sieger eines außergewöhnlichen Gestaltungswettbewerbs gekürt worden. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte die besten Entwürfe für die neue Chefkette des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 .V. aus und setzte damit ein starkes Zeichen für die Verbindung von jahrhundertealter Vereinstradition und zeitgemäßem Handwerk.

Unter dem Vorsitz von Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, sichtete die Jury insgesamt 13 anonym eingereichte Arbeiten angehender Meisterinnen und Meister des Gold- und Silberschmiedehandwerks. Ziel des Wettbewerbs war es, eine neue Chefkette zu schaffen, die die über 700 Jahre alte Geschichte des Vereins würdigt und zugleich eine moderne gestalterische Sprache spricht. Fünf Entwürfe überzeugten dabei in besonderem Maße durch konzeptionelle Tiefe, handwerkliche Qualität und symbolische Aussagekraft.

Die Siegerentwürfe wurden feierlich im Düsseldorfer Rathaus  verkündet
Die Siegerentwürfe wurden feierlich im Düsseldorfer Rathaus verkündet

Den ersten Preis erhielt Simeon Andreas Prade aus Hildesheim für seinen Entwurf „Gemeinsam für die Zukunft“, der mit 2000 Euro dotiert ist. Der zweite Preis ging an Kirsten Neumann aus Gelsenkirchen für „Gemeinsam etwas Einzigartiges erschaffen“ und ist mit 1500 Euro ausgestattet. Drei dritte Preise zu jeweils 1000 Euro wurden an Stephanie Fammels Hellmann aus Much, Leocadie Margaux Robinne aus Köln und Maja Wingertszahn aus Wachtberg vergeben. Die feierliche Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger ist für den traditionellen Stephanientag der Schützen am 3. Mai 2026 im Düsseldorfer Hofgarten geplant.

Die Zusammensetzung der Jury unterstrich die Bedeutung des Wettbewerbs weit über den Verein hinaus. Neben Berthold Schröder gehörten unter anderem Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, sowie Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, dem Gremium an. Künstlerische Perspektiven brachte der Bildhauer, Maler und Grafiker Christoph Pöggeler ein, während Ingo Telkmann, Präsident von Fest in Gold und Dozent an der Meisterschule der Handwerkskammer zu Köln, die handwerkliche Expertise vertrat. Aus den Reihen des Schützenvereins wirkten unter anderem der erste Chef Andreas Paul Stieber, Oberst Torsten Peters sowie weitere Offiziere des Regiments mit. Die konzeptionelle Idee sowie die organisatorische Begleitung des Wettbewerbs gingen auf Dr. Florian Hartmann, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages, und sein Team zurück.

Berthold Schröder zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Arbeiten und betonte, dass die Entwürfe weit mehr seien als reine Schmuckstücke. Sie stünden exemplarisch für Kreativität, Innovationskraft und das hohe Niveau des Gold- und Silberschmiedehandwerks. Die Jury habe die anspruchsvolle Aufgabe gehabt, einen Entwurf auszuwählen, der die Werte des Düsseldorfer Schützenwesens überzeugend in die Gegenwart überträgt.

Ausstellung der Chefketten
Ausstellung der Chefketten

Die neue Chefkette soll rechtzeitig zum großen Schützenfest und zur Rheinkirmes im Juli 2026 fertiggestellt werden. Als zentrale Insignie des ersten Chefs des Vereins, derzeit Andreas Paul Stieber, wird sie dann erstmals öffentlich getragen. Stieber betonte die symbolische Bedeutung der Kette für den Verein. Sie stehe für Gemeinschaft, Verantwortung und Kontinuität und werde den Verein über viele Jahrzehnte hinweg nach außen repräsentieren.

Auch Oberst Torsten Peters hob die gelungene Verbindung von Repräsentation, Funktionalität und Symbolik hervor. Eine Chefkette müsse würdevoll, tragbar und zugleich erzählend sein. Die ausgezeichneten Entwürfe erfüllten diese Anforderungen in besonderer Weise und erzählten die Geschichte des Vereins von seinen mittelalterlichen Ursprüngen bis in die moderne Stadtgesellschaft. Für das gesamte Regiment sei die neue Kette ein verbindendes Zeichen, das bei Paraden, Schützenfesten und offiziellen Anlässen eine zentrale Rolle spielen werde.

Ingo Telkmann würdigte insbesondere das hohe Ausbildungsniveau des handwerklichen Nachwuchses. Die prämierten Arbeiten zeigten eindrucksvoll, wie präzise Gestaltung, handwerkliche Exzellenz und inhaltliche Tiefe miteinander verbunden werden können. Dr. Florian Hartmann ergänzte, dass der Wettbewerb beispielhaft zeige, auf welch hohem Niveau das Handwerk in Nordrhein-Westfalen auch bei anspruchsvollen und symbolträchtigen Aufgaben arbeite.

Die Chefkette besitzt im St. Sebastianus Schützenverein seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung. Sie ist Ausdruck der Amtswürde des ersten Chefs und sichtbares Zeichen der Verantwortung für die Gemeinschaft. Die bisherige Kette begleitete den Verein durch prägende historische Epochen, von den Zeiten der Kurfürsten über den Zweiten Weltkrieg bis hin zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der Größten Kirmes am Rhein. Mit der neuen Chefkette beginnt nun ein weiteres Kapitel der Vereinsgeschichte, das Tradition, Gemeinschaftssinn und christliche Werte in zeitgemäßer Form für kommende Generationen sichtbar machen soll.

Der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 zählt zu den ältesten Bürgervereinigungen Deutschlands. Tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt, verbindet er seit über sieben Jahrhunderten gelebtes Brauchtum mit sozialem Engagement und ist als Veranstalter der Größten Kirmes am Rhein weit über Düsseldorf hinaus bekannt.

Die Sieger mit ihren Entwürfen
Die Sieger mit ihren Entwürfen
Bild von Düsseldorf Local

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