Das asphalt Festival erweitert sein Programm in diesem Jahr um eine hochkarätig besetzte Gesprächsreihe. Im Rahmen der „asphalt Talks“ bringt das Düsseldorfer Sommerfestival der Künste einige der spannendsten Stimmen aus Kunst, Literatur und Gesellschaft nach Düsseldorf. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf persönliche Einblicke, gesellschaftspolitische Debatten und inspirierende Gespräche mit international renommierten Gästen freuen.
Vom 15. Juli bis zum 2. August 2026 präsentiert das asphalt Festival bereits zum 14. Mal ein vielseitiges Programm aus Theater, Tanz, Musik, Literatur und Fotokunst an außergewöhnlichen Orten im gesamten Stadtgebiet. Mit den „asphalt Talks“ erweitert das Festival sein Angebot nun um ein Format, das aktuelle gesellschaftliche Fragen und künstlerische Perspektiven miteinander verbindet.
Den Auftakt macht am Donnerstag, 16. Juli, ein Artist Talk mit der österreichischen Choreografin Florentina Holzinger im Düsseldorfer Schauspielhaus. Die derzeit international gefeierte Künstlerin sorgte zuletzt mit ihrer Produktion „Seaworld Venice“ bei der Biennale di Venezia für großes Aufsehen. Im Gespräch mit Kulturjournalistin Elisabeth Luft spricht Holzinger über ihre Arbeiten der vergangenen Jahre, ihre kompromisslose Bildsprache und den Umgang mit einer Öffentlichkeit, die ihr Werk inzwischen weit über die Kunstszene hinaus verfolgt. Dabei geht es auch um die Frage, wie künstlerische Freiheit unter gesellschaftlichem Druck verteidigt werden kann.
Am Freitag, 17. Juli, steht die ukrainische Menschenrechtsanwältin Oleksandra Matviichuk im Mittelpunkt der Gesprächsreihe. Die Leiterin des Center for Civil Liberties wurde 2022 gemeinsam mit ihrer Organisation mit dem Nobel Peace Prize 2022 ausgezeichnet und zählt zu den bekanntesten Stimmen der ukrainischen Zivilgesellschaft. Im KIT – Kunst im Tunnel hält sie zunächst einen Impulsvortrag über die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf Demokratie, Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung. Im anschließenden Gespräch mit der Sängerin und Menschenrechtsaktivistin Christina Daletska diskutiert sie zudem die Folgen des Krieges für Kunst und Kultur sowie die Frage, welche Lehren Europa aus den Erfahrungen der Ukraine ziehen kann.
Der dritte „asphalt Talk“ richtet den Blick auf die Rolle von Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Unter dem Titel „Räume halten“ diskutieren am Samstag, 18. Juli, der Regisseur Julian Hetzel, die Autorin Sasha Marianna Salzmann, Schriftsteller Olivier David sowie Kristin Schwierz, Geschäftsführerin des zakk, über den zunehmenden Einfluss reaktionärer Positionen auf die Kulturbranche. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Verteidigung künstlerischer Freiräume, der Bedeutung kritischen Denkens und der Zukunft eines offenen Kulturbegriffs.
Auch jenseits der Gesprächsreihe setzt das asphalt Festival auf niederschwellige kulturelle Begegnungen im öffentlichen Raum. So stehen seit Ende Juni wieder die beliebten asphalt Stadtklaviere im U Bahnhof Heinrich Heine Allee sowie im Foyer der Zentralbibliothek im KAP1 bereit und laden dazu ein, selbst in die Tasten zu greifen oder anderen beim Musizieren zuzuhören.
Mit den „asphalt Talks“ unterstreicht das asphalt Festival erneut seinen Anspruch, nicht nur künstlerische Produktionen zu präsentieren, sondern auch Räume für Debatten, Perspektivenwechsel und gesellschaftlichen Dialog zu schaffen. Gerade in einer Zeit globaler Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche werden Kunst und Kultur damit einmal mehr zu Orten der Begegnung und des gemeinsamen Nachdenkens.


