In genau einem Monat feiert Düsseldorf die Premiere eines neuen Kulturformats, das die gesamte Stadt in Bewegung versetzen soll. Mit dem Art:walk Festival entsteht am 13. und 14. Juni 2026 ein Wochenende, an dem Museen, Theater, Bühnen und öffentliche Plätze zu einem gemeinsamen urbanen Kulturraum verschmelzen. Mehr als 70 Kulturorte beteiligen sich an dem neuen Festival, das als Nachfolger der bisherigen Nacht der Museen deutlich erweitert wurde und Kunst, Musik, Performance und Stadterlebnis miteinander verbindet.
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das Art:walk Festival weit über eine klassische Museumsveranstaltung hinausgehen wird. Neben Ausstellungen und Bühnenprogrammen rückt vor allem der öffentliche Raum in den Mittelpunkt. Straßen, Plätze und Innenhöfe werden zu temporären Begegnungsorten für Konzerte, Tanz, Performances und spontane kulturelle Interventionen.
Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte die Landeshauptstadt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kulturinstitutionen nun erste Programmhöhepunkte vor. Kulturdezernentin Miriam Koch betonte dabei insbesondere den offenen Charakter des Festivals. Kunst solle nicht ausschließlich in Institutionen stattfinden, sondern im Alltag sichtbar und unmittelbar erlebbar werden.

Kultur nicht nur im Gebäude, sondern mitten in der Stadt
Elf Aktionsflächen im öffentlichen Raum bilden das Herzstück des neuen Konzepts. Zwischen Ehrenhof, Grabbeplatz, Bilker Straße, Worringer Platz und KAP1 entsteht eine kulturelle Achse, auf der Besucherinnen und Besucher ständig neue Eindrücke entdecken können.
Im Hofgarten etwa wird der Musikpavillon zum Konzertort. Neben der Big Band der Clara Schumann Musikschule sind dort unter anderem musikalische Performances und ein groß angelegtes Ballroom Event geplant. Am Ehrenhof treffen Ausstellungen im Kunstpalast und im NRW Forum auf Mitmachangebote, Silent Disco Formate und Live Musik.
Auch der Grabbeplatz wird zu einem zentralen Treffpunkt des Festivals. Neben den Ausstellungen im K20 Kunstsammlung Nordrhein Westfalen und der Kunsthalle Düsseldorf finden dort Improvisationstheater und offene Kulturaktionen statt. Das gesamte Wochenende über dient der Platz zudem als Informationszentrum des Festivals.
Autofreie Kulturmeile auf der Bilker Straße
Besonders umfangreich fällt das Programm auf der Bilker Straße aus, die für das Festival zur autofreien Kulturzone wird. Unter dem Titel Straße der Romantik und Revolution entsteht dort ein Parcours aus Live Hörspielen, Lesungen, Konzerten, Poetry Slam, Führungen und literarischen Aktionen.
Beteiligt sind unter anderem das Heinrich Heine Institut, das Schumann Haus Düsseldorf sowie das Palais Wittgenstein. Einer der auffälligsten Programmpunkte wird die Enthüllung einer neuen Heinrich Heine Skulptur sein, die von Jacques Tilly gestaltet wurde.
Theater, Raves und Kulturfrühstück im KAP1
Auch das FFT Düsseldorf beteiligt sich mit einem ungewöhnlichen Programm. Geplant sind unter anderem ein Daytime Rave mit elektronischer Musik auf dem Vorplatz des KAP1, ein öffentliches Kulturfrühstück sowie Tanz und Familienangebote im Gebäude selbst.
Parallel dazu laden zahlreiche Bühnenhäuser zu exklusiven Einblicken hinter die Kulissen ein. Besucherinnen und Besucher erhalten damit Zugang zu Bereichen, die im regulären Betrieb meist verborgen bleiben.

Tickets gelten auch für Shuttle und ÖPNV
Das Festivalticket umfasst nicht nur den Eintritt zu allen beteiligten Häusern, sondern gleichzeitig auch die Nutzung verschiedener Mobilitätsangebote innerhalb der Stadt. Neben Shuttlebussen und historischen Straßenbahnen kann an beiden Tagen auch der öffentliche Nahverkehr im entsprechenden VRR Tarifgebiet kostenfrei genutzt werden.
Reguläre Tickets kosten 25 Euro. Für Kinder, Jugendliche, Studierende und weitere Gruppen gelten Ermäßigungen. Kinder bis zwölf Jahre erhalten freien Eintritt.
Mit seiner Mischung aus etablierten Kulturinstitutionen, freier Szene und urbanem Stadterlebnis könnte das Art:walk Festival eines der spannendsten neuen Kulturformate der Region werden und Düsseldorf für ein Wochenende in eine offene Bühne für Kunst und Begegnung verwandeln.
Weitere Infos zum Art:walk Festival findest du hier!


